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Hände weg von Kuba – Solidaritätsveranstaltung in Heilbronn
Der Kreisverband Die Linke Heilbronn-Unterland hat die beiden Kubafreunde Angelika Becker und Reiner Hofmann nach Heilbronn eingeladen. Beide kennen Kuba sowie die Solidaritätsbewegung in Deutschland seit Jahrzehnten und konnten interessante Einblicke in Geschichte und Gegenwart geben.
Angelika Becker eröffnete den Abend mit einem Blick auf die Geschichte Kubas, die vor allem durch Fremdherrschaft gekennzeichnet ist. Sie ist in der Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí innerhalb der Linken aktiv, engagiert sich in der Freundschaftsgesellschaft Kuba-BRD und ist im Vorstand des Netzwerks Kuba tätig. Kuba musste sich zunächst von der spanischen und später von der US-amerikanischen Vorherrschaft befreien. Seit der Revolution von 1959 ist das Land selbst bestimmt und versucht seither, eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Seit 1960 sieht sich Kuba einer Blockade durch die USA ausgesetzt, die auch mit terroristischen Mitteln versuchte, die Regierung zu stürzen.
Zu den Errungenschaften der Revolution zählen unter anderem der kostenlose Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. Besonders die wirtschaftliche Situation ist jedoch schwierig und wurde durch die Verschärfung der Blockade zuletzt existenzbedrohend. Die Blockade wird von der EU formal nicht anerkannt, in der Praxis jedoch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks der USA vielfach umgesetzt. Insbesondere gestoppte Energielieferungen haben die Lage weiter verschärft. Die Bevölkerung in Kuba kämpft zunehmend ums Überleben.
Reiner Hofmann, dessen Mannheimer Onkel bereits mit Che Guevara zusammengearbeitet hat, veranschaulichte die aktuelle Lage eindrucksvoll anhand von Fotos aus Kuba. Über die Freundschaftsgesellschaft Kuba-BRD hat er in der Vergangenheit medizinisches Material auf die Karibikinsel gebracht und kennt daher auch Ärzte vor Ort. Beide Referenten berichteten vom großen Widerstandswillen der Bevölkerung, aber auch von der dramatischen aktuellen Situation.
Als Kreisverband wollen wir uns deshalb an einer Spendenaktion für die Kampagne „Energie für Kuba“ von Cuba Sí beteiligen. Damit sollen insbesondere Krankenhäuser besser vor Stromausfällen geschützt werden.

