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Meldungen & Presse

Vortrag im Großen Saal des Gewerkschaftshauses.

Zitzelsberger fordert Energiewende mit sozialer Umgestaltung der Arbeitswelt

Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall.

Es war ein bemerkenswerter Abend beim DGB-Jahresmpfang im Heilbronner Gewerkschaftshaus. Die gut hundert geladenen Gästen aus Gewerkschaften, Parteien und Verbänden wurden durch DGB-Regionssekretärin Silke Ortwein begrüßt. Dann sprach der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg Roman Zitzelsberger. Zitzelsberger ist somit der Geschäftsführer der IG Metall im Ländle und für beinahe eine halbe Million Mitglieder zuständig. Schwerpunkt der Arbeitnehmervertretung ist die Autoindustrie mitsamt ihren Zuliefererbetrieben.

Zitzelsberger ging direkt auf das Thema Autoindustrie und fossile Energiegewinnung ein. Er fordert ein Ende der fossilen Energie und eine gesamtgesellschaftliche Anstregung für erneuerbare Energiegewinnung. Dabei setzt er auf den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und die Innovationskraft. Damit verbunden müsse eine Bildungsoffensive und entsprechende Schulungsmöglichkeiten für die Beschäftigten sein. Die Umstrukturierung des Autosektors sozial verträglich gestaltet werden.

Er forderte aber auch außerhalb des Autosektors eine stärkere Unterstützung der enerneuerbaren Energiegewinnung. Kohle ist für ihn vergangene Technologie, ebenfalls die Atomkraft. Die politischen Entscheidungen gegen die Windkraftbauer kritisiert er scharf.

Auch distanziert sich Zitzelsberger von Nationalismus und Chauvinismus und spielt auf den Rechtspopulismus der AfD an.

Kritisch war seine Bekenntnis zum Standort, denn auch außerhalb Baden-Württembergs können und müssen Innovationen und Arbeitsplätze entstehen. Wenig kam zur Sprache, wer die Umgestaltung der Autoindustrie bezahlen soll und Kritik an den Betrügereien der Autokonzerne war auch nicht zu hören. Insgesamt war es aber ein Vortrag, der zeigt, dass innerhalb der IG Metall die Zeichen der Zeit erkannt sind. Auf dieser Basis kann Zukunft diskutiert werden. (fv)

Einen Bericht der Heilbronner Stimme gibt es hier