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Meldungen & Presse

Gute besuchte Diskussionsveranstaltung im Poetensaal.

Werkstattgespräch Mobilität

Nicht zufällig hatte DIE LINKE Heilbronn-Unterland zu ihrem ihr zweites Werkstattgespräch zum Thema Mobilität nach Lauffen eingeladen. Lauffen ist ein Verkehrsknotenpunkt im Landkreis Heilbronn und der Übergang von Heilbronn ins Zabergäu. Eines der wichtigen Themen bei der Veranstaltung war dann auch die Zabergäubahn.

Joachim Esenwein vom Verein "Zabergäu Pro Stadtbahn" forderte mehr Transparenz und ein stärkeres Eingreifen des Landkreises bei diesem Dauerthema. Bereits im Grußwort ging Lauffens Bürgermeister Waldenberger auf das Thema ein, allerdings ohne ambitioniertes Interesse. Er sieht Lauffen gut aufgestellt.

Dass der Schienenverkehr das Gerüst eines ÖPNV bildet, verdeutlichte der Vortrag von Hans-Martin Sauter. Sauter ist Mitglied beim VCD und einer DER alternativen Verkehrsexperten im Landkreis. Er ging speziell auf die Probleme der Frankenbahn ein. Klar wurde dabei, es gibt einen hohen Investitionsstau im Schienenverkehr, der dringend behoben werden muss. So rührt die hemmende Eingleisigkeit bei Jagsthausen noch aus Kriegszeiten!

Auch der Mangel an Zugführer*innen ist ein relevantes Thema, das beispielsweise in der Schweiz durch deutlich höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten beantwortet wird. Hier ist der Wettbewerbsdruck auf den privatisierten Schienenverkehr in Deutschland wohl ein deutlicher Nachteil.

Jürgen Hellgardt vom BUND ging auf die Radwege ein. Er fordert, dass gute Konzepte auch umgesetzt werden müssen. Ebenfalls, dass sich ein geändertes Bewusstsein in der Bevölkerung und auf den Entscheidungsebenen durchsetzen müsse. Den aktuellen Trend zu mehr Rad müsse man auch nutzen und mit entsprechenden Verbesserungen im Radwegesystem unterfüttern.

Jürgen Patzelt vom Kreisvorstand der LINKEN berichtete über die Friedrich-Ebert-Trasse in Heilbronn. Diese Trasse wird seit annähernd einhundert Jahren freigehalten, um eine Verkehrsachse zwischen Neckarsulmer Straße (B27) und Paul-Göbel-Straße (B39) bauen zu können. Was vor hundert Jahren vielleicht noch Sinn gab, ist heute schierer Wahnsinn. Die Straße würde mitten durch ein Wohngebiet führen und quasi eine Spange zwischen den Autobahnzufahrten HN-Untergruppenbach und Neckarsulm bilden! Patzelt sieht hier die Möglichkeit der Nachverdichtung mit alternativen Baumodellen, sozialer Wohnungsquote und viel Grün.

Kreisrat Florian Vollert beendete die vielfältige Veranstaltung mit dem Hinweis, dass nur ein bezahlbarer Tarif zu einer nachhaltigen Verkehrswende führen kann. 

Um die Radwege in Stadt- und Landkreis kennenzulernen fuhren viele Teilnehmer*innen aus Offenau, Heilbronn, Brackenheim mit dem Rad zur Lauffener Stadthalle.

Die Rede sind hier dokumentiert: https://kreistag.die-linke-heilbronn.de/