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Meldungen & Presse


Streik bei Hochtief unter der Neckarbrücke

Andreas Harnack, Silke Ortwein und Johannes Müllerschön.
Linke Delegation: Florian Vollert und Johannes Müllerschön.

100 Kollegen streikten am 1. Oktober für bessere Bezahlung und einen angemessenen Ausgleich für die oftmals enormen Fahrtzeiten zu den Einsatzorten (Wegegeld). Hochtief baut gerade an der Auobahnstrecke Wiesloch-Weinsberg als Teil einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft Brücken und weitere Spuren aus. Die Firma, die auch an der Finanzierung und dem Betrieb der Autobahnstrecke verdienen wird, ist aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten, um Lohndumping besser duchsetzen zu können.  

Der zuständigen Gewerkschaft IG BAU hat der größte Baukonzern damit einen „Häuserkampf“ aufgezwungen, d.h. Kampf für faire tarifliche Bestimmungen im einzelnen Betrieb und nicht in der Fläche.

Und IG BAU will in der aktuellen Auseinandersetzung, da den Aktionären eine Dividende von 16% ausgeschüttet wurde, auch etwas für die KollegInnen rausholen. Die IG BAU hat an diesem Tag in ganz Deutschland Kollegen zum Warnstreik mobilisiert, nun liegt es an den Arbeitgebern ein vernünftiges Angebot zu machen.

In Heilbronn sprachen neben dem IG BAU-Landeschef Andreas Harnack auch die DGB-Regionssekretärin Silke Ortwein. Um allen Kolleginnen und Kollegen die Inhalte der Gewerkschafter rüber zu bringen, gab es extra einen Dolmetscher für die rumänischen Bauarbeiter. Regionalrat Johannes Müllerschön und Kreisrat Florian Vollert von der Linken solidarisierten sich mit den Streikenden vor Ort. Spannend war auch die kurze Diskussion der beiden über Werksverträge und die entsprechenden aktuellen Entwicklungen, mit der die Politik auf die Hotspots in der Fleischindustrie reagiert. Die IG BAU hat zur aktuellen Debatte über das Verbot von Werksverträge ein Positionspapier erarbeitet.

Artikel in der Heilbronner Stimme: https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/100-bauarbeiter-streiken-unter-der-a6-neckartalbruecke;art140897,4400844 

Im SWR: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/warnstreik-igbau-a6-bruecke-100.html 

Auszug:

“Wir haben die 6,8 Prozent vom Baugewerbe auf den Tisch gelegt. Wir wollen eine Wegezeitentschädigung haben, wo die Zeit wirklich auch mit dem individuellen Stundenlohn oder- gehalt bezahlt wird. Bau brummt, Bau läuft. Und gerade hier auf so einer Baustelle, da sind die Kollegen eh viele lange Tage unterwegs, kommen auch von weit her, und da haben sie sich auch das Mehrgeld und die Wegezeitentschädigung gut verdient.” Andreas Harnack, IG Bau