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Meldungen & Presse

Porträt Christel, Acryl 2020

online-Ausstellung

Der teuflische Giftmüllfamer, Acryl 2017
Teuflischer Verkehr, Acryl 2017
Das weiße Haus in Flehingen, Acryl 2017
Die Entenfamilie, Aquarell 1990
Selbstporträt, Aquarell 1980
Mutter, Öl 1974
Heidelberg, Öl 1974
Bauerkrieg, Öl, 1975
Korcula, Öl 1974

Unser Stadtrat Dr. Erhard Jöst ist Künstler. Hauptsächlich ist er Leiter der Kabarettgruppe GAUWahnen, aber er malt auch seit Jahrzehnten Bilder in Acryl. Wir nutzen die aktuelle Zeit, in der keine Ausstellungsbesuche möglich sind, um einige seiner Bilder online zu veröffentlichen.

In seinen Bilder verarbeitet er neben politischen Themen, wie der Giftmülleinlagerung im Salzbergwerk Heilbronn, auch historische Themen, wie den Bauernkrieg, und persönliches, wie das Portrait seiner verstorbenen Frau Christel.

2017 bat Jöst den Heilbronner OB Harry Mergel sein Bild Giftmüllfamer zur Ausstellung im Rathaus an. Der Giftmüllfamer thematisiert die Giftmülleinlagerung im Heilbronner Salzbergwerk. Die ablehnende Antwort des OBs und Jöst Erwiderung gibt es hier:

Lieber Herr Dr. Jöst, 

mit Freuden habe ich vernommen, dass Sie Ihr künstlerisches  Wirken nun auch auf die Malerei ausgedehnt haben. Das freut mich für Sie persönlich und für die Menschheit insgesamt. Ich bin sicher, Sie werden uns, nun auch auf diesem Wege, die  bösen Machenschaften der Obrigkeit satirisch und natürlich absolut schonungslos  erklären. Dies verdient Dank und Anerkennung.

Herzlichen Dank auch dafür, dass Sie uns ein Werk aus Ihrer zugegeben doch noch sehr frühen Schaffenszeit zum Kauf anbieten. Bestimmt haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir mit einem Ankauf Ihres Werkes den zahlreichen ambitionierten Heilbronner Hobbymalerinnen und -malern, die wir allesamt auch sehr wertschätzen,  nicht völlig falsche Hoffnungen machen wollen. So bin ich mir sicher: Wo immer der teuflische Giftmüllfamer augenblicklich hängt, dort hängt er richtig.

In diesem Sinne Ihnen weiterhin alles Gute, frohes Schaffen und beste Grüße

Ihr Harry Mergel

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Lieber Herr Oberbürgermeister Mergel,

ich danke Ihnen für Ihre freundliche Mail, die ich freilich in einem Punkt korrigieren muss: Bei dem Bild "Der teuflische Giftmüllfamer" handelt es sich nicht um ein Früh-, sondern um ein Spätwerk. Richtig ist Ihre Vermutung, dass ich auch mit der Malerei über die "Machenschaften der Obrigkeit satirisch" aufklären möchte. Zuweilen sind es allerdings auch Unterlassenschaften. Eine solche greift zum Beispiel das Bild "Teuflischer Verkehr" (siehe Anhang) auf, auf dem auch ein leer stehendes Abriss-Haus zu sehen ist, das schon seit Jahren Neckargartachs Zentrum besonders hässlich macht. Da es der Stadt gehört, erinnert sein Anblick die Bürger täglich an ihre Meister im Rathaus und an die liebe Verwaltung. Nachdem Sie mein Bild "Der teuflische Giftmüllfamer" nicht kaufen möchten, werden Sie wohl auch an diesem Bild kein Interesse haben, obwohl es ins (Technische) Rathaus gut passen würde, da es der Verwaltung plastisch vor Augen führt, welche Aufgaben sie in Neckargartach erledigen müsste. Eine Möglichkeit wäre auch, dass ich Ihnen dieses Bild als Leihgabe überlasse: Sie könnten es so lange im Rathaus aufhängen, bis die Verwaltung ihre Arbeit durchgeführt hat.

Mit den besten Grüßen und guten Wünschen für ein frohes Osterfest bin ich Ihr

Erhard Jöst