Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Meldungen & Presse


Louisa Hanoune ist frei

Der Heilbronner „Solidaritätskreis Louisa Hanoune“ hatte bei seinem jüngsten Treffen im Gewerkschaftshaus allen Grund zur Freude: Louisa Hanoune, Generalsekretärin der algerischen Arbeiterpartei, war am Vortag aus dem Gefängnis entlassen worden.

Louisa Hanoune war im Mai letzten Jahres von einem Militärgericht verhaftet und im September in einem politischen Prozess wegen „Verschwörung für einen Regimewechsel“ zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Louisa Hanoune ist im jetzigen Berufungsverfahren aber nicht bedingungslos freigesprochen, sondern die Strafe auf 3 Jahre und 9 Monate reduziert und zur Bewährung ausgesetzt worden, wogegen Louisa Hanoune mit einem entsprechenden Antrag vorgehen will.

Die Juristin hat jahrzehntelang für Freiheit, Demokratie und Frauenrechte in Algerien gekämpft und war die erste Frau, die im arabischen Raum wiederholt für ein Präsidentenamt kandidiert hat.

Die Forderung nach sofortiger Freilassung von Louisa Hanoune wurde von Gewerkschaften, Gewerkschaftsmitgliedern, politischen Organisationen und Menschenrechtsaktivisten aus über 100 Ländern unterstützt.

Auch in Heilbronn setzten sich SPD, LINKE und Gewerkschafter in Briefen an den algerischen Botschafter für Louisa Hanoune ein (die Heilbronner Stimme berichtete hierüber).

Auf einer Veranstaltung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Oktober im Gewerkschaftshaus, die von den Kreisverbänden von DGB, ver.di, SPD und LINKE unterstützt wurde, kam es dann zur Gründung des Solidaritätskreises Louisa Hanoune (die Heilbronner Stimme berichtete über diese Veranstaltung).

Der Aufruf des Solidaritätskreises zur Freilassung von Louisa Hanoune und aller politischen Gefangenen wurde von zahlreichen Funktionsträgern von Gewerkschaften, SPD und LINKE unterzeichnet, so etwa von den SPD-Abgeordneten Josip Juratovic und Rainer Hinderer, dem Heilbronner Stadtrat Dr. Erhard Jöst (LINKE), den Kreisvorsitzenden Tanja Sagasser-Beil (SPD) und Florian Vollert (LINKE) sowie regionalen Gewerkschaftsfunktionären wie Silke Ortwein (DGB), Bernhard Löffler(DGB). Katharine Kaupp (ver.di) und Harald Schröder (GEW).