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Meldungen & Presse

Heilbronn am 29.6.2018: Streikende Journalisten aus ganz BaWü.

Lange Tarifauseinandersetzung im Zeitungsgewerbe - Demo in Heilbronn mit spannender Kundgebung

Es war eine spannende Kundgebung auf dem Heilbronner Kiliansplatz, dju in Verdi und der DJV, die Gewerkschaften der Journalisten, hatten ihre baden-württembergweite Kundgebung und Demo nach Heilbronn gelegt. Redakteure aus dem ganzen Land waren zur Kundgebung gekommen. Es geht in der Tarifauseinandersetzung um Lohnerhöhung, die Arbeitgerberseite weigert sich 2,8% mehr Lohn zu zahlen. Es geht aber auch um den Wert der von den Journalisten geleisteten Arbeit. Arbeit in einer Branche im Umbruch, denn auch hier nehmen unsichere und geringer bezahlte Jobs zu, bei enorm flexiblen Arbeitszeiten.

Und da Heilbronn auch eine Tageszeitung beherbergt, wurde von den RednerInnen der Kundgebung auch auf die lokale Heilbronner Stimme eingegangen. Auch hier findet die branchentypische Umstrukturierung statt, auch hier wird versucht auf Kosten der Mitarbeiter zu sparen. Intern gibt es dann auch Druck, wenn Journalisten ihr gutes Recht auf eine Tarifauseinandersetzung und Streik wahr nehmen wollen.

Seit kurzem ist die Heilbronner Stimme Partner der Madsack Mediengruppe, der viertgrößten in Deutschland, die zentral die einzelnen Redaktionen mit Inhalt und Sonderseiten beliefert. Just in diesem Monat wurde die Madsack Mediengruppe übrigens von den Gewerkschaften angezeigt, weil über die geplante Umstrukturierung im Betrieb nicht ausreichend mit dem Betriebsrat gesprochen wurde. Diese Partnerschaft soll offensichtlich beim Personalsparen helfen.

Hier unsere Solidaritätserklärung für die streikenden KollegInnen:

 

LINKE Solidarität mit den streikenden Journalisten

DIE LINKE im Stadt- und Landkreis Heilbronn, sowie die für Heilbronn zuständige Bundestagsabgeordneten Jessica Tatti und Gökay Akbulut, begrüßen die heutige Protestkundgebung von Verdi in Heilbronn und hoffen auf ein starkes Zeichen zur nächsten Verhandlungsrunde in Hamburg.

Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite von 1,7% Gehaltserhöhung ist deutlich zu wenig, die 2,8% der Gewerkschaften sind gerechtfertigt. Schließlich sind Journalisten nicht nur in einem stressigen Job mit ziemlich flexiblen Arbeitszeiten unterwegs, sondern auch mit einer Aufgabe betraut, die der Gesellschaft etwas wert sein sollte.

Eine zunehmend prekäre Situation in den Redaktionsstuben ist für einen Qualitätsjournalismus, wie wir ihn uns wünschen, kontraproduktiv. So wie wir uns in anderen Bereichen der Arbeitswelt gegen eine steigende Unsicherheit am Arbeitsplatz und gegen die Spaltung der Belegschaft durch schlechter werdende Bedingungen für Neueinsteiger wehren, unterstützen wir die Streikenden auch in dieser Auseinandersetzung.

Euch viel Erfolg bei der Tarifauseinandersetzung!