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Meldungen & Presse

Abtransport aus dem GKN I

EnBW: Fahrlässiger Umgang mit AKW-Schrott

Wir veröffentlichen hier die aktuelle Pressemitteilung der AG AtomErbe Neckarwestheim und rufen zur Anti-AKW-Demo am 8.3. auf (siehe unten):

Seit Montag wurde am Atomkraftwerk Neckarwestheim ein Schubverband mit großen Anlagenteilen aus dem Maschinenhaus des Block I beladen, es handelt sich dabei um Teile des Bahnstromgenerators.
Seit heute früh ist der Schubverband, bestehend aus dem Schubschiff "Chris Tho" und dem speziellen, schon von den Castor-Transporten 2017 bekannten Leichter "Lastdrager 40", flussabwärts auf dem Neckar unterwegs. Ziel der Reise könnte die Firma Bick und Letzel in Aschaffenburg-Nilkheim sein, die bereits 2019 drei Schiffs-Transporte aus Neckarwestheim erhalten hat.
Das Schubschiff "Chris Tho" war übrigens bis Freitag bei Bauarbeiten am AKW Philippsburg im Einsatz.

Die AG AtomErbe Neckarwestheim stellt dazu fest:

die freie Verwendung von Anlagenteilen und Baumaterial aus dem AKW-Abriss für das Metallrecycling und als Baumaterial ist bedenklich, weil damit tausende, vermutlich sogar zehntausende Tonnen von Material pro AKW in unsere Lebensumwelt kommen, ohne dass die betroffenen Menschen informiert werden. Hintergrund ist die so genannte "Freigabe", bei der die Strahlenschutzüberwachung beendet wird, auch wenn das Material noch künstliche Strahlung aus dem AKW trägt, so lange bei Stichprobenmessungen bestimmte Strahlungswerte eingehalten werden. Das ist legal, aber verwerflich.
Bekannte Alternativen zu dieser Freisetzung von Radioaktivität werden leider weder von der EnBW noch von der Atomaufsicht in Betracht gezogen.

Im Fall des heute gestarteten Transportes kommt hinzu: bei den Anlagen des AKW-Maschinenhauses von GKN I erfolgen noch nicht einmal die Messungen der "Freigabe", sondern es wird die umstrittene "Herausgabe" angewandt, bei der Messungen durch Vermutungen ersetzt werden.
Wir fordern: es darf für das ganze AKW keinen Freibrief geben! Dazu muss alles Material nachverfolgt werden, mit Veröffentlichung der genauen Weiterverwendung. Und aus dem "Kontrollbereich" darf gar nichts freigegeben werden.

Laut EnBW gehören die beiden jetzt abtransportierten Teile zum ehemaligen Bahnstrom-Generator. Wir weisen darauf hin: weiterhin ist die DB Mitbesitzer der baden-württembergischen AKWs und bezieht weiterhin Strom aus dem Skandal-AKW Neckarwestheim II!
Hinter der Öko-Fassade der Bahn verbergen sich vor allem Atom-Strom, Kohlestrom und Diesel. Es wird Zeit für einen ökologischen Umbau der Bahn!

Die beiden beigefügten Fotos des Transportes, heute gegen 11 Uhr an der Schleuse Heilbronn, dürfen gerne verwendet werden unter Nennung der Quelle "AG AtomErbe Neckarwestheim".

Weitere Infos:
Pressemitteilung der EnBW zum Transport:
https://www.enbw.com/unternehmen/presse/pressemitteilungen/presse-detailseite_224257.html
Infos zur Atom-DB:
https://www.kontextwochenzeitung.de/debatte/439/oekologisch-nicht-die-db-6148.html
https://archiv.berliner-kurier.de/news/politik---wirtschaft/von-wegen-nur-oekostrom-wie-gruen-ist-die-deutsche-bahn-wirklich--33284956
https://neckarwestheim.antiatom.net/blog/1473-castor-aktionstag

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Ansprechpartner der AG AtomErbe Neckarwestheim

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So 8. März 2020: Demo zum AKW Neckarwestheim: "Fukushima>Tokio - Atomausstieg/Klimaschutz/Energiewende"
https://Endlich-Abschalten.de

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Als LINKE unterstützen wir die Demo und machen einen Infostand.