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Meldungen & Presse

Aktivisten von Friday for Future grüßen die GewerkschafterInnen.

Digital muss Sozial

Elke Crippen war als Betriebsrätin beim verdi Bundeskongress in Leipzig und berichtet hier: Nach 18 Jahren wurde auf dem Bundeskongress von rund 1000 Delegierten ein neuer Vorsitzender gewählt. Als  Nachfolger von Frank Bsirske wurde Frank Werneke mit 92,7% gewählt. In seiner Antrittsrede forderte er Harz IV zu überwinden, mehr Tarifbindungen, Steuergerechtigkeit ein höheres Rentenniveau die Grundrente und eine Anhebung des Mindestlohns. Frank Werneke forderte die Politik auf endlich etwas gegen die Spaltung in der Gesellschaft zu unternehmen.

Trotz etwas rückläufiger Mitgliederzahlen ist die Zahl der Jugendlichen in der Organisation gestiegen. Diese sind politisch  sehr aktiv und brachten einen Antrag zur Verbot der Leiharbeit ein, der nach lebhafter Diskussion mit 85,75 % der Stimmen angenommen wurde. Der ursprüngliche Antrag sah nur gleiche Bezahlung sowie gleiche Arbeitsbedingungen vor.

Andere wichtige Anträge die vom Kongress beschlossen wurden war der Ausschluss von Mitgliedern die aktiv in rechtspopulistischen/ rechtsradikalen Organisationen tätig sind. Die Delegierten sprachen sich für Frieden und Abrüstung aus und vor dem Hintergrund des Digitalen  Fortschrittes durch künstliche Intelligenz  müssten diese Gewinne  allen zugutekommen.

Es wurden über 1000 Anträge beraten, die meisten davon angenommen und versucht in den nächsten Jahren mit Hilfe der Politik umzusetzen. Wie stark Gewerkschaft sein kann machte Frank Bsirske in seiner Abschiedsrede deutlich. So gab es im Jahr 2015, 2,5 Millionen Streiktage in denen für einzelne Berufsgruppen viel erreicht werden konnten. (ec)