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Jahresempfang mit Ines Schwerdtner

Heute war Ines Schwerdtner zu Gast im Gewerkschaftshaus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Wirtschaft und Krise. Ein Bereich, der viele Menschen unmittelbar betrifft und entsprechend großes Interesse geweckt hat. Mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Saal gut gefüllt, und die engagierte Beteiligung zeigte, wie wichtig die diskutierten Fragen sind. Kerem Billor, Gewerkschaftssekretär und Mitglied des Kreisvorstands der Linken, moderierte durch die Veranstaltung. Die Landtagskandidatinnen Hiba Charif (WK Heilbronn), Emma Weber (WK Eppingen) und Florian Vollert (WK Neckarsulm) waren ebenfalls da.

Im Zentrum der Debatte stand die Forderung, dass staatliche Fördergelder klar an Bedingungen geknüpft werden sollen. Unternehmen, die öffentliche Mittel erhalten, sollen sich verbindlich dazu verpflichten, Arbeitsplätze zu sichern und Standorte langfristig zu erhalten. Es wurde kritisch hinterfragt, wie verhindert werden kann, dass Firmen trotz Förderung später Stellen abbauen oder Betriebe schließen. Ein weiterer wichtiger Punkt war die transparente Kontrolle der Fördermittel. Viele Teilnehmende betonten, dass nachvollziehbar sein müsse, wofür öffentliche Gelder konkret eingesetzt werden. 

Die Linke fordert einen Transformationsfonds, der die Umgestaltung der Autoindustrie zu einer Mobilitätsindustrie begleitet. Die Linken wollen verstärkt Busse und Bahnen in Baden-Württemberg bauen lassen, ein Bereich, der viele Arbeitsplätze sichern könnte. Sie steht gegen die Idee Kretschmanns, dass Baden-Württemberg zu einem Rüstungsland wird.

Auch die Rolle der Gewerkschaften wurde intensiv beleuchtet. Dabei ging es unter anderem um Mitbestimmung, Kontrolle und die Frage, wie Arbeitnehmerinteressen strukturell gestärkt werden können. Dazu konnte Udo Eisenmann, Vertrauensmann der IG Metall bei Bosch in Gmünd einiges beitragen. Der Bosch-Standort wird geschlossen, mit entsprechender Angst vor Arbeitslosigkeit bei der Belegschaft und ihren Familien. Teile der Produktion wurden nach Italien verlagert. Die Linke möchte, dass Belegschaften bei Verlagerungsprozessen Vetorechte erhalten. 

Ines Schwerdtner trat engagiert und kämpferisch auf. Ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Verantwortung war deutlich spürbar und prägte die Diskussion des Abends. Die lebhafte Beteiligung aus dem Publikum machte deutlich, dass der Wunsch nach einer gerechteren und transparenteren Wirtschaftspolitik viele Menschen bewegt.