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Lidl-Protesttage in Heilbronn
Es war einiges los in Heilbronn am vergangenen Wochenende: neben dem KI-Festival von Stadt und Schwarz-Konzern gab es auch ein Protestwochenende von linken Aktivisten. Dabei ging es um die Marktmacht von Lidl und Co. und um die gesellschaftliche Auswirkung von Superreichen, wie etwa den reichsten Deutschen Dieter Schwarz.
Am Freitag gab es eine erste Aktion mit Transparent am Hauptbahnhof: Willkommen in der Dieter-Schwarz-Stadt als Hinweis auf die vom Schwarz-Konzern beeinflusste Stadtentwicklung. Am Freitag Abend folgte dann eine Podiumsdiskussion zum Thema, Lebensmittelhandel und monopolartige Strukturen, die Lebensmittelproduzenten enorm unter Druck setzen. Hierbei wurden alternative Möglichkeiten, wie Genossenschaften und solidarische Bezugsmöglichkeiten der Endverbraucher*Innen etwa über das Konzet der Solidarischen Landwirtschaft erörtert. 70 Menschen diskutierten gemeinsam im Sozialen Zentrum Käthe.
Am Samstag gab es dann eine symbolische Baumbesetzung beim Heilbronner Hallenbad Soleo. Das soll nämlich abgerissen werden und der Erweiterung des Bildungscampus weichen. Der Bildungscampus, wie auch das neuen KI-Zentrum sind maßgeblich vom Schwarz-Konzern, bzw. der Schwarz-Stiftung gesteuert.
Mit auf dem Baum war der Bundestagsabgeordnete Marcel Bauer (Die Linke), der als Forstwirt genau weiß was eine nachhaltige Landwirtschaft bräuchte: als erstes weniger Marktmacht globler Unternehmen. Die Pressemitteilung der Initaitive unserlidl.de findet ihr unten.
Am Sonntag gab es dann ein Vernetzungstreffen Interessierter, die eine Gruppe gegründet haben, um weiter am Thema dranzubleiben. Es geht ihnen darum, sich gegen die Aushöhlung der Demokratie zu stellen. Ein erstes Treffen findet Montag den 28. Juli um 18 Uhr statt. Ort wird noch bekannt gegeben.
Die kritische Begleitung der Machtentfaltung des Schwarz-Konzerns in Heilbronn soll auch bei der Linken weitergehen. Am 16.9. organisiert der Kreisverband Die Linke Heilbronn-Unterland eine Podiumsdiskussion mit Vortrag von Christoph Trautvetter vom Netzwerk Steuergerechtigkeit. Ort und weitere Infos gibt es demnächst über die Homepage: die-linke-heilbronn.de
Baumbesetzung im Soleo
Der Andrang an diesem heißen Juli Samstag war groß in dem beliebten Heilbronner Schwimmbad Soleo. Mit dabei auch ein paar badeunwillige, die anderes im Schilde führten: Aktivisten von unserLidl machten eine Baumbesetzung gegen die geplante Rodung und Abriss des Soleo zu protestieren. Ganz oben mit dabei auf einem der Bäume der Bundestagsabgeordnete Marcel Bauer, welcher in seinem vorherigen Leben als Baumpfleger tätig war. Er sagte: „Diese kerngesunden Bäume und das wunderschöne Bad müssen aus ökologischer und sozialer Sicht unbedingt erhalten werden. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels brauchen die Menschen, welche im Sommer hier arbeiten und Leben und nicht auf irgendwelchen Yachten umherschippern, in den Städten Bäume und Grün für das Mikroklima und das frische Nass zur Abkühlung. Heilbronn muss für alle lebenswert bleiben, anstatt allein nach den Interessen der Schwarzgruppe gestaltet zu werden!“ Martin Kerner aus Heilbronn ergänzt: „Die paar Millionen von Dieter Schwarz, welche er in in der Stadt investiert, sind Peanuts im Vergleich zu seinen 44Mrd. Und sein Mäzenentum ist keinesfalls selbstlos, es geht darum Fachpersonal für die Unternehmen der Schwarzgruppe auszubilden, insbesondere für die jüngste Digitalsparte welche als Anbieter für Cybersecurity und Cloudservice agiert. Ganz abgesehen davon, dass er uns das Geld tagtäglich an der Kasse bei Lidl aus der Tasche gezogen hat- er investiert also eigentlich unser Geld!“ Florian Vollert, Kreisvorsitzender der Linken kritisiert: „Nicht nur das geliebte Soleo soll weichen, auch etliche Sozialwohnungen sollen dem Campus Neubau weichen. Die Pläne werden ohne die Einbeziehung der Menschen hier in Heilbronn gemacht und dann im Gemeinderat durchgedrückt, einzig wir Linke haben dagegen gestimmt und einen breiten Beteiligungsprozess gefordert. Darüber hinaus braucht es Konzepte wie einen Mietendeckel, um Wohnraum nicht nur für Dieters Programmierer bezahlbar zu machen“
Nach einer knappen Stunde, vielen Gesprächen und verteilten Flyeren zogen die Aktivisti von dannen und kündigten einen heißen Herbst an, schließlich beginne die Rodungssaison schon im Oktober: „kein Baum für Dieter- unser Soleo bleibt!“


